Schlagwort: Trauma

  • Ein kleiner Sieg über die inneren Dämonen

    Mann tritt durch eine graue Türöffnung aus dunkler Umgebung mit Dämonen, ein durchtrenntes Seil hängt von seinem Bein

    Seit über einem Jahr fehlt mir jeglicher Antrieb. Die Depression hat mich fest im Griff und selbst einfache Dinge wie Duschen oder Kochen sind zur Herausforderung geworden. Wandern, einst ein wichtiger Teil meines Alltags, habe ich komplett aufgegeben. In den letzten Wochen war ich gar nicht mehr draußen. Doch nun habe ich begonnen, mich wieder zu bewegen – langsam, vorsichtig, mit kleinen Touren, um den inneren Dämonen entgegenzutreten.

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  • Entzug von Zopiclon und Diazepam: Ein Erfahrungsbericht

    Ein Mann steht in einem Klinikzimmer und blickt aus einem Fenster während er einen Entzug von Zopiclon und Diazepam durchlebt.

    Was passiert, wenn man Hilfe sucht und stattdessen auf Unwissen, Ignoranz und Systemversagen trifft? Wenn man sich in die Hände von Fachleuten begibt, die keine Ahnung von dem haben, was man gerade durchlebt? Mein Entzug von Zopiclon und Diazepam im Bezirkskrankenhaus Kempten war kein medizinisch begleiteter Weg in die Stabilität. Es war ein Kampf gegen die Wand – gegen eine Klinik, die den Begriff „psychiatrische Versorgung“ offenbar sehr eigen definiert.

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  • Zurück ins Leben ohne Zwang – ein Versuch

    Mann mittleren Alters geht allein auf einem Waldweg bei Sonnenlicht – Symbol für Selbstfindung und Rückkehr zur Bewegung ohne Zwang.

    Das hier ist kein Text, den ich geplant habe. Er ist einfach entstanden, weil ich gemert habe, dass ich mich wieder völlig verliere. Dass ich funktioniere, aber nicht mehr lebe. Und dass ich das nicht mehr will. Es geht nicht um große Ziele. Es geht um kleine Schritte. Um das Wiederfinden von etwas, das mal da war. Vielleicht kommt es nicht genauso zurück. Aber vielleicht anders. Und vielleicht ganz ohne Zwang.

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  • Maske auf – Gefühle verdrängen und ab in die Depression

    Mann in dunklem Raum hält sich eine bunte Maske vors Gesicht, symbolisiert emotionale Fassade und innere Leere.

    Es gibt Momente im Leben, da fühlt sich alles taub an. Nicht, weil man nichts erlebt – sondern weil man zu viel erlebt hat. Gefühle, die man nicht zeigen darf. Gedanken, die man nicht aussprechen kann. Erinnerungen, die einen auffressen, obwohl man versucht, sie zu verdrängen. Ich habe lange geschwiegen. Zu lange. Und obwohl ich noch immer nicht wirklich darüber reden kann, versuche ich es wenigstens mit Worten. Dieser Text ist ein Versuch, ehrlich zu sein. Gegenüber mir selbst. Gegenüber einer Welt, die oft lieber wegschaut. Es ist mein Weg, die Maske ein Stück weiter fallen zu lassen.

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  • Krieg im Kopf – zwölf Jahre später: Wenn der Kampf müde macht

    Artikel "Krieg im Kopf" aus Spiegel Wissen über Patrick Schindlers Leidensgeschichte, veröffentlicht am 13.11.2013

    Vor knapp zwölf Jahren erschien im Spiegel Wissen ein Artikel über meine Geschichte. „Krieg im Kopf“ – so lautete der Titel. Damals war ich mittendrin in diesem Krieg und ich dachte, vielleicht würde ich ihn irgendwann gewinnen. Heute, über ein Jahrzehnt später, bin ich noch immer da. Aber ich bin müde. Nicht besiegt, aber auch nicht siegreich. Ich schreibe diesen Beitrag nicht, um Hoffnung zu verbreiten. Ich schreibe ihn, weil ich ehrlich sein will.

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