Schlagwort: kPTBS

  • Flashbacks – Wenn die Vergangenheit ungefragt Regie führt

    Flashbacks auf einem Waldweg – scharfe Umgebung, verschwommene Person in Bewegung von hinten.

    Manche Dinge lassen sich nicht planen. Sie passieren einfach. Flashbacks gehören dazu. Sie kommen nicht mit Vorwarnung, nicht mit Logik, nicht mit Rücksicht. Sie reißen dich raus aus dem Moment, aus dem Alltag, aus dir selbst. Was folgt, ist kein Film, den man sich anschaut – sondern einer, in dem man plötzlich wieder mittendrin steckt. Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, was da eigentlich passiert. Und noch länger, um Worte dafür zu finden. Dieser Text ist kein Ratgeber. Er ist ein Versuch, das Unsichtbare sichtbar zu machen.

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  • kPTBS – Leben mit Traumafolgen und Depression

    Fußspuren auf einsamem Feldweg im Nebel – Symbol für kPTBS - komplexe posttraumatische Belastungsstörung

    In diesem Beitrag teile ich meine persönliche Reise mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung (kPTBS) und den damit verbundenen psychischen Erkrankungen. Es geht um die Schattenseiten des Lebens, die unsichtbaren Kämpfe und die unbeschreibliche Leere, die mit einer Depression einhergeht. Oft wird psychische Erkrankung stigmatisiert, als Schwäche oder Ausrede abgetan – doch was bleibt, wenn man sich nicht mehr verstecken kann? Wie fühlt es sich an, in einer Welt zu leben, die einem fremd geworden ist und wie kann man trotz allem weiter existieren? In diesem Beitrag erzähle ich nicht von Heilung, sondern von Akzeptanz, von den Narben, die uns prägen und von dem Mut, sich den Dämonen zu stellen. Es ist kein Appell zur Hoffnung, sondern zur Wahrheit und zur Bereitschaft, sich nicht länger zu verstecken.

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  • Maske auf – Gefühle verdrängen und ab in die Depression

    Mann in dunklem Raum hält sich eine bunte Maske vors Gesicht, symbolisiert emotionale Fassade und innere Leere.

    Es gibt Momente im Leben, da fühlt sich alles taub an. Nicht, weil man nichts erlebt – sondern weil man zu viel erlebt hat. Gefühle, die man nicht zeigen darf. Gedanken, die man nicht aussprechen kann. Erinnerungen, die einen auffressen, obwohl man versucht, sie zu verdrängen. Ich habe lange geschwiegen. Zu lange. Und obwohl ich noch immer nicht wirklich darüber reden kann, versuche ich es wenigstens mit Worten. Dieser Text ist ein Versuch, ehrlich zu sein. Gegenüber mir selbst. Gegenüber einer Welt, die oft lieber wegschaut. Es ist mein Weg, die Maske ein Stück weiter fallen zu lassen.

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  • Krieg im Kopf – zwölf Jahre später: Wenn der Kampf müde macht

    Artikel "Krieg im Kopf" aus Spiegel Wissen über Patrick Schindlers Leidensgeschichte, veröffentlicht am 13.11.2013

    Vor knapp zwölf Jahren erschien im Spiegel Wissen ein Artikel über meine Geschichte. „Krieg im Kopf“ – so lautete der Titel. Damals war ich mittendrin in diesem Krieg und ich dachte, vielleicht würde ich ihn irgendwann gewinnen. Heute, über ein Jahrzehnt später, bin ich noch immer da. Aber ich bin müde. Nicht besiegt, aber auch nicht siegreich. Ich schreibe diesen Beitrag nicht, um Hoffnung zu verbreiten. Ich schreibe ihn, weil ich ehrlich sein will.

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  • Traumatherapie: Wenn Therapie mehr schadet als hilft

    Leerer Blick in den Spiegel – Symbol für emotionale Erschöpfung nach Traumatherapie

    Es gibt Therapien, die sollen helfen. Und dann gibt es Therapien, die alles nur noch schlimmer machen. Was passiert, wenn eine Behandlung alte Wunden aufreißt, statt sie zu heilen? Wenn eine Reise zur seelischen Genesung zum Sturz ins Bodenlose wird? In diesem Bericht schreibe ich über meine Erfahrungen mit einer stationären Traumatherapie, die – obwohl gut gemeint – bei mir mehr Schaden angerichtet hat als ich mir je erträumt hätte.

    Es geht um aufgerissene Erinnerungen, seelische Abgründe, um das Gefühl, sich selbst zu verlieren – aber auch um die Kraft, trotzdem weiterzumachen. Nicht aus Hoffnung, sondern weil einem oft gar nichts anderes übrig bleibt.

    Was folgt, ist kein Plädoyer gegen Therapie – sondern ein ehrlicher Erfahrungsbericht darüber, wie schwierig, schmerzhaft und individuell der Weg durch psychische Erkrankungen sein kann.

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