
Manche Tage hüllen mich vollständig ein – wie dichter Nebel, draußen zwischen den Bäumen und tief in meinem Inneren. Die Stimmen anderer Menschen, ihre Nähe, selbst ihre bloße Anwesenheit… sie wirken fremd, beinahe bedrohlich. Was bleibt, ist das dumpfe Pochen meiner eigenen Gedanken, das in der stillen Leere widerhallt – schwer, nasskalt und grau wie der Himmel an einem endlosen Regentag. Dieses Gedicht ist aus genau dieser Dunkelheit entstanden. Es ist ein Versuch, dem Gefühl der Einsamkeit eine Stimme zu geben, das mich umklammert, das mich Tag für Tag weiter in mich selbst hineingezogen hat. Ich habe mich nicht nur von anderen entfernt – ich spüre mich selbst kaum noch. Und doch: Worte – Worte haben mir einen Hauch von Zugang gegeben. Ich teile es nicht, um Mitleid zu wecken. Ich teile es, weil vielleicht jemand dort draußen sich genauso fühlt – und wissen soll: Du bist nicht allein in der Einsamkeit.
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