Schlagwort: Depression

Die Depression ist für mich tiefschwarz. Sie legt sich über alles, zieht die Farben aus dem Alltag und macht selbst einfache Dinge unerreichbar. In meinen Texten versuche ich, dieses Dunkel zu beschreiben – nicht als Theorie, sondern so, wie ich es erlebe. Manchmal blitzt ein grauer Moment auf: leiser, undeutlicher, aber spürbar. Ich schreibe über Müdigkeit, Rückzug und das Ringen um kleine Schritte. Es geht nicht um Lösungen – sondern um das Teilen von Gedanken aus diesem schwarzen Loch.

  • Zurück ins Leben ohne Zwang – ein Versuch

    Mann mittleren Alters geht allein auf einem Waldweg bei Sonnenlicht – Symbol für Selbstfindung und Rückkehr zur Bewegung ohne Zwang.

    Das hier ist kein Text, den ich geplant habe. Er ist einfach entstanden, weil ich gemert habe, dass ich mich wieder völlig verliere. Dass ich funktioniere, aber nicht mehr lebe. Und dass ich das nicht mehr will. Es geht nicht um große Ziele. Es geht um kleine Schritte. Um das Wiederfinden von etwas, das mal da war. Vielleicht kommt es nicht genauso zurück. Aber vielleicht anders. Und vielleicht ganz ohne Zwang.

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  • Maske auf – Gefühle verdrängen und ab in die Depression

    Mann in dunklem Raum hält sich eine bunte Maske vors Gesicht, symbolisiert emotionale Fassade und innere Leere.

    Es gibt Momente im Leben, da fühlt sich alles taub an. Nicht, weil man nichts erlebt – sondern weil man zu viel erlebt hat. Gefühle, die man nicht zeigen darf. Gedanken, die man nicht aussprechen kann. Erinnerungen, die einen auffressen, obwohl man versucht, sie zu verdrängen. Ich habe lange geschwiegen. Zu lange. Und obwohl ich noch immer nicht wirklich darüber reden kann, versuche ich es wenigstens mit Worten. Dieser Text ist ein Versuch, ehrlich zu sein. Gegenüber mir selbst. Gegenüber einer Welt, die oft lieber wegschaut. Es ist mein Weg, die Maske ein Stück weiter fallen zu lassen.

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  • Misophonie: Wenn Geräusche zur Qual werden

    Mann mit Misophonie und schmerzverzerrtem Gesicht hält sich die Ohren zu auf einem Parkplatz, im Hintergrund Häuser und geparkte Autos

    Ich leide an Misophonie. Und das ist nicht einfach nur ein bisschen genervt sein von nervigen Geräuschen – das ist ein Zustand, der mich teilweise völlig in den Wahnsinn treibt. Besonders in Menschenmengen, wenn viele Geräusche gleichzeitig auf mich einprasseln, fühle ich mich komplett überfordert. Es ist, als würde mein Nervensystem in Flammen stehen.

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  • Krieg im Kopf – zwölf Jahre später: Wenn der Kampf müde macht

    Artikel "Krieg im Kopf" aus Spiegel Wissen über Patrick Schindlers Leidensgeschichte, veröffentlicht am 13.11.2013

    Vor knapp zwölf Jahren erschien im Spiegel Wissen ein Artikel über meine Geschichte. „Krieg im Kopf“ – so lautete der Titel. Damals war ich mittendrin in diesem Krieg und ich dachte, vielleicht würde ich ihn irgendwann gewinnen. Heute, über ein Jahrzehnt später, bin ich noch immer da. Aber ich bin müde. Nicht besiegt, aber auch nicht siegreich. Ich schreibe diesen Beitrag nicht, um Hoffnung zu verbreiten. Ich schreibe ihn, weil ich ehrlich sein will.

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  • Antidepressiva & Sexualität: Wenn die Lust verloren geht

    Emotional distanziertes Paar liegt distanziert im Bett, beide wirken nachdenklich und traurig wegen Sexunlust durch Antidepressiva.

    Seit 2008 gehören Antidepressiva zu meinem Alltag – Medikamente, die oft als „Glückspillen“ bezeichnet werden. Mit 16 begann ich meine erste Behandlung mit Psychopharmaka. Damals spürte ich bereits erste Veränderungen in meinem sexuellen Empfinden, doch die Auswirkungen schienen zunächst nebensächlich. Je älter ich wurde, desto deutlicher traten die Nebenwirkungen zutage – besonders die emotionale Distanz und der schleichende Verlust der Libido. Was einst kaum ins Gewicht fiel, entwickelte sich über die Jahre zu einem stillen Begleiter mit spürbaren Folgen.

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