Schlagwort: Depression

Die Depression ist für mich tiefschwarz. Sie legt sich über alles, zieht die Farben aus dem Alltag und macht selbst einfache Dinge unerreichbar. In meinen Texten versuche ich, dieses Dunkel zu beschreiben – nicht als Theorie, sondern so, wie ich es erlebe. Manchmal blitzt ein grauer Moment auf: leiser, undeutlicher, aber spürbar. Ich schreibe über Müdigkeit, Rückzug und das Ringen um kleine Schritte. Es geht nicht um Lösungen – sondern um das Teilen von Gedanken aus diesem schwarzen Loch.

  • Flashbacks – Wenn die Vergangenheit ungefragt Regie führt

    Flashbacks auf einem Waldweg – scharfe Umgebung, verschwommene Person in Bewegung von hinten.

    Manche Dinge lassen sich nicht planen. Sie passieren einfach. Flashbacks gehören dazu. Sie kommen nicht mit Vorwarnung, nicht mit Logik, nicht mit Rücksicht. Sie reißen dich raus aus dem Moment, aus dem Alltag, aus dir selbst. Was folgt, ist kein Film, den man sich anschaut – sondern einer, in dem man plötzlich wieder mittendrin steckt. Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, was da eigentlich passiert. Und noch länger, um Worte dafür zu finden. Dieser Text ist kein Ratgeber. Er ist ein Versuch, das Unsichtbare sichtbar zu machen.

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  • kPTBS – Leben mit Traumafolgen und Depression

    Fußspuren auf einsamem Feldweg im Nebel – Symbol für kPTBS - komplexe posttraumatische Belastungsstörung

    In diesem Beitrag teile ich meine persönliche Reise mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung (kPTBS) und den damit verbundenen psychischen Erkrankungen. Es geht um die Schattenseiten des Lebens, die unsichtbaren Kämpfe und die unbeschreibliche Leere, die mit einer Depression einhergeht. Oft wird psychische Erkrankung stigmatisiert, als Schwäche oder Ausrede abgetan – doch was bleibt, wenn man sich nicht mehr verstecken kann? Wie fühlt es sich an, in einer Welt zu leben, die einem fremd geworden ist und wie kann man trotz allem weiter existieren? In diesem Beitrag erzähle ich nicht von Heilung, sondern von Akzeptanz, von den Narben, die uns prägen und von dem Mut, sich den Dämonen zu stellen. Es ist kein Appell zur Hoffnung, sondern zur Wahrheit und zur Bereitschaft, sich nicht länger zu verstecken.

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  • Ein kleiner Sieg über die inneren Dämonen

    Mann tritt durch eine graue Türöffnung aus dunkler Umgebung mit Dämonen, ein durchtrenntes Seil hängt von seinem Bein

    Seit über einem Jahr fehlt mir jeglicher Antrieb. Die Depression hat mich fest im Griff und selbst einfache Dinge wie Duschen oder Kochen sind zur Herausforderung geworden. Wandern, einst ein wichtiger Teil meines Alltags, habe ich komplett aufgegeben. In den letzten Wochen war ich gar nicht mehr draußen. Doch nun habe ich begonnen, mich wieder zu bewegen – langsam, vorsichtig, mit kleinen Touren, um den inneren Dämonen entgegenzutreten.

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  • Entzug von Zopiclon und Diazepam: Ein Erfahrungsbericht

    Ein Mann steht in einem Klinikzimmer und blickt aus einem Fenster während er einen Entzug von Zopiclon und Diazepam durchlebt.

    Was passiert, wenn man Hilfe sucht und stattdessen auf Unwissen, Ignoranz und Systemversagen trifft? Wenn man sich in die Hände von Fachleuten begibt, die keine Ahnung von dem haben, was man gerade durchlebt? Mein Entzug von Zopiclon und Diazepam im Bezirkskrankenhaus Kempten war kein medizinisch begleiteter Weg in die Stabilität. Es war ein Kampf gegen die Wand – gegen eine Klinik, die den Begriff „psychiatrische Versorgung“ offenbar sehr eigen definiert.

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  • Zurück ins Leben ohne Zwang – ein Versuch

    Mann mittleren Alters geht allein auf einem Waldweg bei Sonnenlicht – Symbol für Selbstfindung und Rückkehr zur Bewegung ohne Zwang.

    Das hier ist kein Text, den ich geplant habe. Er ist einfach entstanden, weil ich gemert habe, dass ich mich wieder völlig verliere. Dass ich funktioniere, aber nicht mehr lebe. Und dass ich das nicht mehr will. Es geht nicht um große Ziele. Es geht um kleine Schritte. Um das Wiederfinden von etwas, das mal da war. Vielleicht kommt es nicht genauso zurück. Aber vielleicht anders. Und vielleicht ganz ohne Zwang.

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