Mein Leben mit Depression und Traumafolgestörungen

Landschaft mit goldenem Sonnenlicht, das durch hohe Berge fällt
Patrick Schindler umarmt einen alten Baum in Bad-Kreuznach

Willkommen auf meiner Seite – ich bin Patrick Schindler.

Ich lade euch herzlich ein, einen Blick in meine Welt zu werfen. Eine Welt, die von schweren Schicksalsschlägen gezeichnet ist. Vom Verlust der wichtigsten Menschen in meinem Leben und meinem über alles geliebten Seelentier Kater Mäusje. Von Depressionen, komplexer posttraumatischer Belastungsstörung, Essstörungen, Ängsten – insbesondere intensiven Verlustängsten, sowie von Schlafstörungen und Extremen.

Hier möchte ich über Themen sprechen, die mir persönlich besonders nahegehen. Über Dinge, die mich bewegen. Und vor allem über das Leben mit psychischen Erkrankungen – insbesondere mit Depressionen.

Dieser Blog ist ein ganz persönliches Projekt, wird von mir als Privatperson betrieben und verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen. Es geht nicht um Einnahmen, sondern um Ausdruck, Verarbeitung und Verbindung. Der Blog ist mein digitales Tagebuch – ein Ort, an dem ich Erlebtes und Erlittenes teilen kann, in der Hoffnung, anderen Mut zu machen, ihr Schweigen zu brechen und sich selbst Raum zu geben.

Mit dieser Seite möchte ich ein Zeichen setzen. Ich stehe offen zu meinen seelischen Erkrankungen und will damit dazu beitragen, das Tabu zu brechen, damit psychische Gesundheit endlich das Gehör bekommt, das sie verdient. Es geht mir nicht darum, fachliche Erklärungen abzugeben. Ich schreibe als Betroffener für Betroffene.

Wenn du magst, hinterlass gern einen Kommentar unter meinen Beiträgen oder schick mir eine Nachricht. Vielleicht möchtest du mir ja sogar deine ganz persönliche Geschichte anvertrauen.

Schau doch auch mal auf meiner News-Seite vorbei.

  • Krieg im Kopf – zwölf Jahre später: Wenn der Kampf müde macht

    Artikel "Krieg im Kopf" aus Spiegel Wissen über Patrick Schindlers Leidensgeschichte, veröffentlicht am 13.11.2013

    Vor knapp zwölf Jahren erschien im Spiegel Wissen ein Artikel über meine Geschichte. „Krieg im Kopf“ – so lautete der Titel. Damals war ich mittendrin in diesem Krieg und ich dachte, vielleicht würde ich ihn irgendwann gewinnen. Heute, über ein Jahrzehnt später, bin ich noch immer da. Aber ich bin müde. Nicht besiegt, aber auch nicht siegreich. Ich schreibe diesen Beitrag nicht, um Hoffnung zu verbreiten. Ich schreibe ihn, weil ich ehrlich sein will.

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  • Antidepressiva & Sexualität: Wenn die Lust verloren geht

    Emotional distanziertes Paar liegt distanziert im Bett, beide wirken nachdenklich und traurig wegen Sexunlust durch Antidepressiva.

    Seit 2008 gehören Antidepressiva zu meinem Alltag – Medikamente, die oft als „Glückspillen“ bezeichnet werden. Mit 16 begann ich meine erste Behandlung mit Psychopharmaka. Damals spürte ich bereits erste Veränderungen in meinem sexuellen Empfinden, doch die Auswirkungen schienen zunächst nebensächlich. Je älter ich wurde, desto deutlicher traten die Nebenwirkungen zutage – besonders die emotionale Distanz und der schleichende Verlust der Libido. Was einst kaum ins Gewicht fiel, entwickelte sich über die Jahre zu einem stillen Begleiter mit spürbaren Folgen.

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  • Trauma ist kein Trend – meine Sicht auf Social Media

    Wie Social Media den Blick auf psychische Erkrankungen verändert. Trauma ist kein Trend.

    Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diesen Beitrag schreiben soll. Nicht, weil ich nichts zu sagen hätte, sondern weil es ein sehr sensibles Thema ist. Aber ich finde, dass gerade, wenn es um Social Media geht, einiges gesagt werden muss. Nicht um zu spalten oder abzuwerten, sondern um Verständnis für psychische Erkrankungen zu schaffen. In sozialen Medien wird viel über psychische Gesundheit gesprochen – oft gut gemeint, manchmal oberflächlich. Besonders der Begriff „Trauma“ taucht immer häufiger auf, doch nicht immer mit dem nötigen Verständnis. Als jemand, der seit Jahrzehnten mit einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung lebt, möchte ich meine Sicht auf diese Entwicklung teilen. Dieser Beitrag ist kein Angriff, sondern ein Versuch, Klarheit zu schaffen: Trauma ist kein Trend!

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  • Depression & Grübelzwang: Wenn Gedanken keine Ruhe geben

    Erschöpfter Mann sitzt nachts auf dem Bett, geplagt von Grübelzwang

    Depression ist nicht nur ein schlechter Tag – sie ist ein Schatten, der sich über Wochen, Monate oder Jahre legt. Sie ist ein komplexes, oft lähmendes Zusammenspiel aus Gefühlen, Gedanken und körperlichen Symptomen. Für mich gehört der Grübelzwang seit meiner Kindheit dazu, genauso wie Schlafstörungen und diese tiefe, dunkle Schwere, die sich manchmal über alles legt. Heute möchte ich euch mitnehmen in eine Nacht, die wieder einmal von rastlosen Gedanken geprägt war. Vielleicht erkennt sich der ein oder andere darin wieder.

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  • Wie viel Sex macht wirklich glücklich? Und wie sieht es bei Depressionen aus?

    Zwei ineinander verschlungene Hände als Symbol für Intimität, Sex, Vertrauen und gegenseitige Akzeptanz

    Sex ist ein Thema, über das viele reden – und doch bleibt es oft voller Unsicherheiten, Erwartungen und Mythen. Wie viel Sex braucht man, um glücklich zu sein? Gibt es eine „richtige“ Häufigkeit? Und was passiert, wenn psychische Erkrankungen wie Depressionen das Verlangen verändern oder ganz verschwinden lassen?

    In diesem Beitrag möchte ich ehrlich und persönlich über meine Erfahrungen sprechen – über Studien, die versuchen, Glück zu messen, über das, was sie nicht erfassen können, und über die Realität, die für jeden Menschen anders aussieht. Denn Sexualität ist individuell. Und manchmal ist das, was wirklich glücklich macht, nicht messbar – sondern spürbar.

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