Mein Leben mit Depression und Traumafolgestörungen

Landschaft mit goldenem Sonnenlicht, das durch hohe Berge fällt
Patrick Schindler umarmt einen alten Baum in Bad-Kreuznach

Willkommen auf meiner Seite – ich bin Patrick Schindler.

Ich lade euch herzlich ein, einen Blick in meine Welt zu werfen. Eine Welt, die von schweren Schicksalsschlägen gezeichnet ist. Vom Verlust der wichtigsten Menschen in meinem Leben und meinem über alles geliebten Seelenkater Mäusje. Von Depressionen, komplexer posttraumatischer Belastungsstörung, Essstörungen, Ängsten – insbesondere intensiven Verlustängsten, sowie von Schlafstörungen und Extremen.

Hier möchte ich über Themen sprechen, die mir persönlich besonders nahegehen. Über Dinge, die mich bewegen. Und vor allem über das Leben mit psychischen Erkrankungen – insbesondere mit Depressionen.

Dieser Blog ist ein ganz persönliches Projekt, wird von mir als Privatperson betrieben und verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen. Es geht nicht um Einnahmen, sondern um Ausdruck, Verarbeitung und Verbindung. Der Blog ist mein digitales Tagebuch – ein Ort, an dem ich Erlebtes und Erlittenes teilen kann, in der Hoffnung, anderen Mut zu machen, ihr Schweigen zu brechen und sich selbst Raum zu geben.

Mit dieser Seite möchte ich ein Zeichen setzen. Ich stehe offen zu meinen seelischen Erkrankungen und will damit dazu beitragen, das Tabu zu brechen, damit psychische Gesundheit endlich das Gehör bekommt, das sie verdient. Es geht mir nicht darum, fachliche Erklärungen abzugeben. Ich schreibe als Betroffener für Betroffene.

Wenn du magst, hinterlass gern einen Kommentar unter meinen Beiträgen oder schick mir eine Nachricht. Vielleicht möchtest du mir ja sogar deine ganz persönliche Geschichte anvertrauen.

Schau doch auch mal auf meiner News-Seite vorbei.

  • Wenn mein letzter Halt zu wanken beginnt

    Mäusje, mein über alles geliebter Kater, hat die Diagnose Lungentumor bekommen. Mit ihm steht und fällt mein letzter Halt, den ich noch habe.

    Ich kämpfe nun seit meiner Kindheit gegen die Depression und viele andere psychische Leiden. Seit 2008 ist mein Kater Mäusje noch mein letzter Halt. Er ist da, wo andere schon lange gegangen sind. Für ihn stehe ich morgens auf und er ist der Grund, warum ich überhaupt noch kämpfe. Doch vor knapp einer Woche hat Mäusje die Diagnose Lungenkrebs bekommen. Die Diagnose hat mich nun endgültig in ein tiefschwarzes Loch gerissen, von dem ich davor nur zwei Schritte entfernt war. Seit letztem Dienstag bin ich nur noch am Heulen oder ich fühle gar nichts mehr. Alles ist so surreal, ich komme mir vor wie in einem schlechten Horrorfilm.

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  • Placebo bei Antidepressiva: Hoffnung oder Täuschung?

    Offene Medikamentendose mit bunten Pillen davor – Symbolbild für Placeboeffekt bei Antidepressiva

    Ich habe lange gezögert, diesen Text zu schreiben. Zu oft wurde ich belächelt, abgewertet oder mit einem Achselzucken abgespeist, wenn ich über meine Erfahrungen mit Antidepressiva gesprochen habe. Dabei geht es hier nicht um eine Meinung – es geht um gelebte Realität. Um Nächte voller innerer Unruhe, Tage im Nebel und um Medikamente, die mir versprochen wurden wie ein Rettungsring, aber sich angefühlt haben wie ein Bleigürtel. Ich bin kein Wissenschaftler, Arzt oder Pharmakritiker, sondern jemand, der seit Jahren mit Depressionen lebt. In diesem Beitrag schreibe ich über den Placeboeffekt bei Antidepressiva, Nebenwirkungen und die Entzugssymptome, die bei Ärzten oft nicht ernst genommen werden.

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  • Depression – Mein Schlaf-Wach-Rhythmus außer Kontrolle

    Illustration einer genervten Uhr mit Schlafmütze um 2 Uhr in der Nacht, Symbol für gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus.

    Seit Monaten geht es mir kontinuierlich immer schlechter. Diese Woche war wieder ganz schlimm: Dissoziation während des Autofahrens und Flashbacks über den ganzen Tag verteilt. Ich kam einfach nicht zur Ruhe, mein ganzer Körper stand unter Dauerfeuer. Die Depression hat mich wieder fest im Griff und das wirkt sich auch auf meinen Schlaf-Wach-Rhythmus aus, der seit vielen Wochen wieder komplett außer Kontrolle ist.

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  • Was bleibt: Mein Porträt in der Rhein-Zeitung und die Folgen

    Zeitungsartikel über Patrick Schindler in der Rhein-Zeitung mit dem Titel „Weil der Vater ein Schläger war“, Porträt eines Mannes mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung und schwerer Depression

    Manche Texte begleiten einen länger, als man denkt. Sie tauchen nicht nur in Erinnerungen auf, sondern auch in Gesprächen, Kommentaren, Begegnungen. Der Artikel, der im Juli 2020 in der Rhein-Zeitung über mich erschien, war genau so ein Text. Er trug einen Titel, der nicht beschönigte: „Weil der Vater ein Schläger war“. Für viele war das ein Schock. Für mich war es ein Spiegel. In diesem Beitrag blicke ich zurück – nicht nur auf den Artikel selbst, sondern auf das, was er ausgelöst hat. Auf die Reaktionen, die Fragen, die Sichtbarkeit. Und auf das, was sich seitdem verändert hat. Denn Geschichten enden nicht mit einer Veröffentlichung. Sie entwickeln sich weiter. Und manchmal beginnt das eigentliche Erzählen erst danach.

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  • Flashbacks – Wenn die Vergangenheit ungefragt Regie führt

    Flashbacks auf einem Waldweg – scharfe Umgebung, verschwommene Person in Bewegung von hinten.

    Manche Dinge lassen sich nicht planen. Sie passieren einfach. Flashbacks gehören dazu. Sie kommen nicht mit Vorwarnung, nicht mit Logik, nicht mit Rücksicht. Sie reißen dich raus aus dem Moment, aus dem Alltag, aus dir selbst. Was folgt, ist kein Film, den man sich anschaut – sondern einer, in dem man plötzlich wieder mittendrin steckt. Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, was da eigentlich passiert. Und noch länger, um Worte dafür zu finden. Dieser Text ist kein Ratgeber. Er ist ein Versuch, das Unsichtbare sichtbar zu machen.

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