Kategorie: Traumatherapie

Traumatherapie bedeutet, sich dem Schmerz zu stellen, den man lange verdrängt hat. In meinem Blog schreibe ich darüber, was in solchen Therapien passiert: über das Schreiben von Briefen an und vom inneren Kind, über Wutbriefe an die Täter, über imaginierte Briefe an und von meinem verstorbenen Bruder. Über Übungen, die tief gehen – und oft mehr aufreißen als heilen.
Ich berichte ehrlich, wie diese Form der Therapie bei mir gewirkt hat. Wie sie mich überfordert hat, wie sie alte Wunden neu geöffnet hat, ohne sie wirklich zu schließen. Traumatherapie wird oft als Weg zur Heilung beschrieben – für mich war sie eher ein Ort der Überforderung, der mich weiter verletzt hat. Diese Texte sind keine Abrechnung, sondern ein Versuch, das Erlebte zu verstehen und sichtbar zu machen. Für alle, die selbst diesen Weg gehen oder gegangen sind – und für jene, die wissen wollen, wie komplex und schmerzhaft dieser Prozess sein kann.

  • kPTBS – Leben mit Traumafolgen und Depression

    Fußspuren auf einsamem Feldweg im Nebel – Symbol für kPTBS - komplexe posttraumatische Belastungsstörung

    In diesem Beitrag teile ich meine persönliche Reise mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung (kPTBS) und den damit verbundenen psychischen Erkrankungen. Es geht um die Schattenseiten des Lebens, die unsichtbaren Kämpfe und die unbeschreibliche Leere, die mit einer Depression einhergeht. Oft wird psychische Erkrankung stigmatisiert, als Schwäche oder Ausrede abgetan – doch was bleibt, wenn man sich nicht mehr verstecken kann? Wie fühlt es sich an, in einer Welt zu leben, die einem fremd geworden ist und wie kann man trotz allem weiter existieren? In diesem Beitrag erzähle ich nicht von Heilung, sondern von Akzeptanz, von den Narben, die uns prägen und von dem Mut, sich den Dämonen zu stellen. Es ist kein Appell zur Hoffnung, sondern zur Wahrheit und zur Bereitschaft, sich nicht länger zu verstecken.

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  • Wieder auf dem Weg – ein kleiner Sieg über die innere Schwere

    Ein Wanderer im Wald auf der Nohener-Nahe-Schleife

    Manchmal braucht es nur einen kurzen Moment der Überwindung, um etwas in Bewegung zu bringen – im wahrsten Sinne des Wortes. Nach einer langen Phase der Antriebslosigkeit und inneren Unruhe habe ich es heute endlich geschafft, meine Wanderschuhe zu schnüren und loszugehen. Es war keine spektakuläre Tour, kein sportlicher Rekord – aber für mich ein ganz persönlicher Meilenstein. In diesem Beitrag nehme ich euch mit auf meine Wanderung durch die wunderschöne Natur rund um den Eborner Berg und die Traumschleife Nohener-Nahe-Schleife. Ich erzähle, warum dieser Tag für mich weit mehr war als nur ein Ausflug ins Grüne. Vielleicht erkennt sich der ein oder andere ja wieder – in der Sehnsucht nach Ruhe, im inneren Ringen mit sich selbst oder in der stillen Freude über kleine, aber bedeutende Erfolge.

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  • Traumatherapie: Wenn Therapie mehr schadet als hilft

    Leerer Blick in den Spiegel – Symbol für emotionale Erschöpfung nach Traumatherapie

    Es gibt Therapien, die sollen helfen. Und dann gibt es Therapien, die alles nur noch schlimmer machen. Was passiert, wenn eine Behandlung alte Wunden aufreißt, statt sie zu heilen? Wenn eine Reise zur seelischen Genesung zum Sturz ins Bodenlose wird? In diesem Bericht schreibe ich über meine Erfahrungen mit einer stationären Traumatherapie, die – obwohl gut gemeint – bei mir mehr Schaden angerichtet hat als ich mir je erträumt hätte.

    Es geht um aufgerissene Erinnerungen, seelische Abgründe, um das Gefühl, sich selbst zu verlieren – aber auch um die Kraft, trotzdem weiterzumachen. Nicht aus Hoffnung, sondern weil einem oft gar nichts anderes übrig bleibt.

    Was folgt, ist kein Plädoyer gegen Therapie – sondern ein ehrlicher Erfahrungsbericht darüber, wie schwierig, schmerzhaft und individuell der Weg durch psychische Erkrankungen sein kann.

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  • Antwortbrief an meinen verstorbenen Bruder

    Mein Bruder und ich als Kinder

    Es gibt Briefe, die treffen mitten ins Herz – besonders, wenn sie aus einer Welt zu kommen scheinen, die wir nicht greifen können. In diesem Beitrag antworte ich auf einen fiktiven, aber tief berührenden Brief meines verstorbenen Bruders.

    Dieser Antwortbrief ist ein Versuch, das Unsagbare zu sagen. Eine Brücke zwischen dem Damals und dem Jetzt, zwischen Trauer und Trost, zwischen Verlust und Verbindung. Möge er meiner eigenen Seele ein Stück Frieden schenken.

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  • Was ich mir als Kind gewünscht hätte

    Ich als Kind

    Manchmal lohnt sich der Blick zurück – nicht um alte Wunden aufzureißen, sondern um endlich zu sehen, was damals gefehlt hat. In diesem Beitrag schreibe ich über die Wünsche meines kindlichen Ichs: der Wunsch nach Sicherheit, nach Gesehenwerden, nach einem Ort, an dem ich einfach sein durfte. Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um ein stilles Anerkennen dessen, was war – und was hätte sein sollen. Vielleicht liegt gerade darin der Anfang von Heilung?

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