Kategorie: Trauer

Trauer ist kein Zustand, den man einfach überwindet – sie ist ein Prozess, der kommt und geht, der bleibt und sich verändert. In meinem Blog schreibe ich über den Verlust der wichtigsten Menschen in meinem Leben, meines Seelenkaters Mäusje, über die Leere, die sie hinterlassen haben, und über die vielen kleinen Momente, in denen die Erinnerungen plötzlich laut werden. Ich schreibe über die Sprachlosigkeit, die Trauer mit sich bringt, über Wut, Sehnsucht und das Gefühl, dass nichts mehr so ist wie vorher. Trauer ist nicht nur Schmerz – sie ist auch Liebe, die keinen Ort mehr findet. Diese Texte sind ein Versuch, dem Unsagbaren eine Stimme zu geben. Für alle, die jemanden verloren haben. Für alle, die wissen, dass Trauer kein Ende kennt – nur Wandlung.

  • Warum ich kein Haustier mehr bekommen kann

    Ein leerer, beige‑farbener Kratzbaum steht im warmen Licht eines Sonnenstrahls, der durch ein Fenster fällt. Staubpartikel tanzen im Licht, der Raum wirkt ruhig und friedlich – ein stilles Symbol für Erinnerung und Verlust.

    Seit Mäusje am 10.10.2025 gestorben ist, bekomme ich immer wieder dieselbe Frage gestellt: „Magst du dir nicht wieder eine Katze holen? Vielleicht ein neues Tier?“ Ich weiß, dass diese Frage in den meisten Fällen liebevoll gemeint ist. Viele Menschen sehen meinen unsagbaren Schmerz, meine Trauer, die Leere, die Mäusje hinterlassen hat. Sie wollen trösten, Hoffnung geben, vielleicht ein kleines Licht in all dem Dunkel entzünden. Doch ganz am Anfang, als Mäusje noch nicht einmal ein paar Tage tot war, haben mich solche Fragen tief getroffen. Sie kamen sogar von fremden Menschen, die nur mitbekommen hatten, wie sehr ich litt. Für sie war es gut gemeint – für mich war es kaum auszuhalten. Denn Mäusje kann man nicht ersetzen. Und ein neues Tier würde den Schmerz über seinen Verlust niemals schmälern. Diese Fragen haben mich dazu gebracht, über all die Gründe nachzudenken, warum ich kein Haustier mehr bekommen kann – und warum Mäusje immer mein Ein und Alles bleiben wird.

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  • Wie es mir mittlerweile geht

    Ein nebliger Waldweg am frühen Morgen, umgeben von hohen Bäumen und weichem Licht, das durch den Nebel fällt.

    Die letzten Monate waren für mich eine sehr schwere Zeit. Seit meiner Rückkehr aus der Psychiatrie versuche ich, meinen Alltag Stück für Stück wieder zusammenzusetzen – oft mit mehr Fragen als Antworten, oft mit mehr Erschöpfung als Kraft. Zwischen tiefer Trauer, innerer Unruhe und dem Gefühl, nur noch zu funktionieren, suche ich nach Momenten, die mich tragen. In diesem Beitrag möchte ich offen darüber sprechen, wie es mir seitdem wirklich geht, was mich belastet, was mir hilft und wie ich versuche, meinen Weg zurück ins Leben zu finden.

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  • Gedicht: Das finstere Tal

    Ein einsamer Mensch wandert durch ein dunkles, nebliges Tal, umgeben von kahlen Felsen und toter Landschaft, während kein Licht und keine Farbe zu sehen ist.

    Dieses Gedicht beschreibt meinen Weg durch ein Tal, das nicht aus Landschaft besteht, sondern aus Dunkelheit, Schmerz und innerer Leere. Jeder Vers spiegelt das Gefühl wider, Tag für Tag weiterzugehen, ohne Licht, ohne Farben, ohne Hoffnung. Es ist ein Ausdruck davon, wie es sich anfühlt, wenn die Seele schwer wird, wenn Gefühle verschwinden und selbst Tränen versiegen. Die Worte zeigen meine Einsamkeit, mein Ringen mit der Dunkelheit und den Wunsch, diesem Zustand irgendwann entkommen zu können – auch wenn ich den Weg hinaus im Moment nicht sehe.

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  • Brief an meinen verstorbenen Seelenkater Mäusje

    Mäusje beim Schlafen

    Dieser Brief ist einer der schwersten Texte, die ich je geschrieben habe. Er kommt direkt aus meinem Herzen, aus einer Wunde, die wohl nie wieder richtig heilen wird. Ich schreibe ihn für meinen Kater, meinen Schatten, meinen täglichen Begleiter, der siebzehn Jahre lang an meiner Seite war und ohne den mein Leben seit seinem Tod nicht mehr dasselbe ist. Ich teile diesen Brief hier, weil er ein Teil von mir ist. Weil er zeigt, wie sehr ein kleines Wesen ein ganzes Leben prägen kann. Und weil all das, was ich fühle, zu ihm gehört – zu unserer gemeinsamen Zeit, zu dem, was bleibt, wenn jemand fehlt, der immer da war, wo andere schon lange gegangen sind.

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  • 11 Wochen Psychiatrie, Trauer und eine Vagusnervstimulator-OP

    Außenansicht einer modernen Klinik in Deutschland mit mehreren Etagen, Balkonen und gepflegtem Vorplatz, umgeben von grüner Hügellandschaft.

    In den letzten Monaten war es still um mich – auf meinem Blog und auch im persönlichen Austausch. Diese Stille hatte ihre Gründe. Ich habe eine intensive Zeit hinter mir, geprägt von einem elfwöchigen Aufenthalt in der Psychiatrie, einer längeren Operation und einem emotionalen Abschied von meinem geliebten Seelenkater Mäusje. Was ich in dieser Zeit erlebt habe, wie es mir dabei und danach ergangen ist und warum ich mich nun erst einmal von allem erholen muss, möchte ich in diesem Beitrag mit euch teilen.

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