Kategorie: Tier & Mensch

Zwischen Tier und Mensch existiert eine Verbindung, die oft tiefer geht als Worte. In meinem Blog schreibe ich über die besondere Beziehung zu Tieren – über ihre stille Präsenz, ihr Gespür für Schmerz, ihre bedingungslose Nähe. Tiere urteilen nicht, sie fragen nicht, sie sind einfach da. Für Menschen, die verletzt wurden, können sie ein sicherer Hafen sein. Ein Blick, ein Atemzug, ein Moment von Frieden. Ich berichte von eigenen Erfahrungen mit Tieren, die mich begleitet haben – in dunklen Zeiten, in Momenten der Einsamkeit, in Augenblicken, in denen kein Mensch mich erreichte. Besonders mein Kater ist heute ein fester Teil meines Lebens. Seine Nähe beruhigt, sein Blick erreicht mich dort, wo Worte oft versagen. Er spürt, wenn es mir schlecht geht, und bleibt einfach da – leise, warm, verlässlich. Diese Texte sind eine Hommage an jene Wesen, die oft mehr verstehen als wir glauben. Und die uns zeigen, was echte Verbindung bedeutet.

  • Warum ich kein Haustier mehr bekommen kann

    Ein leerer, beige‑farbener Kratzbaum steht im warmen Licht eines Sonnenstrahls, der durch ein Fenster fällt. Staubpartikel tanzen im Licht, der Raum wirkt ruhig und friedlich – ein stilles Symbol für Erinnerung und Verlust.

    Seit Mäusje am 10.10.2025 gestorben ist, bekomme ich immer wieder dieselbe Frage gestellt: „Magst du dir nicht wieder eine Katze holen? Vielleicht ein neues Tier?“ Ich weiß, dass diese Frage in den meisten Fällen liebevoll gemeint ist. Viele Menschen sehen meinen unsagbaren Schmerz, meine Trauer, die Leere, die Mäusje hinterlassen hat. Sie wollen trösten, Hoffnung geben, vielleicht ein kleines Licht in all dem Dunkel entzünden. Doch ganz am Anfang, als Mäusje noch nicht einmal ein paar Tage tot war, haben mich solche Fragen tief getroffen. Sie kamen sogar von fremden Menschen, die nur mitbekommen hatten, wie sehr ich litt. Für sie war es gut gemeint – für mich war es kaum auszuhalten. Denn Mäusje kann man nicht ersetzen. Und ein neues Tier würde den Schmerz über seinen Verlust niemals schmälern. Diese Fragen haben mich dazu gebracht, über all die Gründe nachzudenken, warum ich kein Haustier mehr bekommen kann – und warum Mäusje immer mein Ein und Alles bleiben wird.

    Weiterlesen

    2 Kommentare

  • Brief an meinen verstorbenen Seelenkater Mäusje

    Mäusje beim Schlafen

    Dieser Brief ist einer der schwersten Texte, die ich je geschrieben habe. Er kommt direkt aus meinem Herzen, aus einer Wunde, die wohl nie wieder richtig heilen wird. Ich schreibe ihn für meinen Kater, meinen Schatten, meinen täglichen Begleiter, der siebzehn Jahre lang an meiner Seite war und ohne den mein Leben seit seinem Tod nicht mehr dasselbe ist. Ich teile diesen Brief hier, weil er ein Teil von mir ist. Weil er zeigt, wie sehr ein kleines Wesen ein ganzes Leben prägen kann. Und weil all das, was ich fühle, zu ihm gehört – zu unserer gemeinsamen Zeit, zu dem, was bleibt, wenn jemand fehlt, der immer da war, wo andere schon lange gegangen sind.

    Weiterlesen

    Keine Kommentare

  • 11 Wochen Psychiatrie, Trauer und eine Vagusnervstimulator-OP

    Außenansicht einer modernen Klinik in Deutschland mit mehreren Etagen, Balkonen und gepflegtem Vorplatz, umgeben von grüner Hügellandschaft.

    In den letzten Monaten war es still um mich – auf meinem Blog und auch im persönlichen Austausch. Diese Stille hatte ihre Gründe. Ich habe eine intensive Zeit hinter mir, geprägt von einem elfwöchigen Aufenthalt in der Psychiatrie, einer längeren Operation und einem emotionalen Abschied von meinem geliebten Seelenkater Mäusje. Was ich in dieser Zeit erlebt habe, wie es mir dabei und danach ergangen ist und warum ich mich nun erst einmal von allem erholen muss, möchte ich in diesem Beitrag mit euch teilen.

    Weiterlesen

    2 Kommentare

  • Unfassbar geliebt, unendlich vermisst – mit dir ging ein Teil von mir

    Mäusje mit verträumtem Blick vor einer Regenbogenbrücke, die ins Paradies der Tiere führt

    Letzten Freitag, 10.10.2025, um kurz nach 19:00 Uhr, hat mich mein Ein und Alles, meine größte Liebe in meinem Leben, für immer verlassen – Mäusje ist über die Regenbogenbrücke gegangen. Mit ihm ist auch ein ganz großer Teil von mir gegangen. Niemand, der nicht selbst ein Tier so abgöttisch geliebt hat wie ich, weiß, was es bedeutet, wenn der letzte Halt im Leben für immer geht. Er war für mich nicht einfach ein Kater, er war für mich mein Ein und Alles, mein Seelentier, mein Baby, mein Kind, mein Leben. Als er ging, zerriss es mein Herz in Millionen Stücke.

    Weiterlesen

    5 Kommentare

  • Wenn mein letzter Halt zu wanken beginnt

    Mäusje, mein über alles geliebter Kater, hat die Diagnose Lungentumor bekommen. Mit ihm steht und fällt mein letzter Halt, den ich noch habe.

    Ich kämpfe nun seit meiner Kindheit gegen die Depression und viele andere psychische Leiden. Seit 2008 ist mein Kater Mäusje noch mein letzter Halt. Er ist da, wo andere schon lange gegangen sind. Für ihn stehe ich morgens auf und er ist der Grund, warum ich überhaupt noch kämpfe. Doch vor knapp einer Woche hat Mäusje die Diagnose Lungenkrebs bekommen. Die Diagnose hat mich nun endgültig in ein tiefschwarzes Loch gerissen, von dem ich davor nur zwei Schritte entfernt war. Seit letztem Dienstag bin ich nur noch am Heulen oder ich fühle gar nichts mehr. Alles ist so surreal, ich komme mir vor wie in einem schlechten Horrorfilm.

    Weiterlesen

    10 Kommentare