Kategorie: Therapie

Therapie ist kein einfacher Weg – sie ist Konfrontation, Stillstand, manchmal Hoffnung und oft auch Enttäuschung. In meinem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit verschiedenen Therapieformen: Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Gespräche, Traumatherapie. Über Sitzungen, die etwas in Bewegung brachten, und über jene, die mich ratlos zurückließen. Über Therapeuten, die zugehört haben – und über Begegnungen, die mehr geschadet als geholfen haben. Ich berichte ehrlich, ohne Schönreden. Therapie ist kein Allheilmittel, aber manchmal ein Halt. Und manchmal auch ein Spiegel, der zeigt, wie tief die Wunden wirklich sitzen. Für alle, die selbst in Therapie sind oder darüber nachdenken – und für jene, die wissen wollen, wie es sich wirklich anfühlen kann.

  • Antidepressiva – unterschätzte Risiken

    Unregelmäßiger EKG-Streifen neben Antidepressiva-Blister auf dunklem Hintergrund

    Antidepressiva gelten als Hoffnungsträger in der Behandlung psychischer Erkrankungen – und doch sind sie für viele Betroffene ein zweischneidiges Schwert. In diesem Beitrag teile ich meine ganz persönlichen Erfahrungen mit einer Vielzahl von Psychopharmaka, die ich über viele Jahre hinweg eingenommen habe. Es geht um Nebenwirkungen und um die Frage, ob Hilfe manchmal selbst zur Belastung wird.

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  • Wieder auf dem Weg – ein kleiner Sieg über die innere Schwere

    Ein Wanderer im Wald auf der Nohener-Nahe-Schleife

    Manchmal braucht es nur einen kurzen Moment der Überwindung, um etwas in Bewegung zu bringen – im wahrsten Sinne des Wortes. Nach einer langen Phase der Antriebslosigkeit und inneren Unruhe habe ich es heute endlich geschafft, meine Wanderschuhe zu schnüren und loszugehen. Es war keine spektakuläre Tour, kein sportlicher Rekord – aber für mich ein ganz persönlicher Meilenstein. In diesem Beitrag nehme ich euch mit auf meine Wanderung durch die wunderschöne Natur rund um den Eborner Berg und die Traumschleife Nohener-Nahe-Schleife. Ich erzähle, warum dieser Tag für mich weit mehr war als nur ein Ausflug ins Grüne. Vielleicht erkennt sich der ein oder andere ja wieder – in der Sehnsucht nach Ruhe, im inneren Ringen mit sich selbst oder in der stillen Freude über kleine, aber bedeutende Erfolge.

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  • Traumatherapie: Wenn Therapie mehr schadet als hilft

    Leerer Blick in den Spiegel – Symbol für emotionale Erschöpfung nach Traumatherapie

    Es gibt Therapien, die sollen helfen. Und dann gibt es Therapien, die alles nur noch schlimmer machen. Was passiert, wenn eine Behandlung alte Wunden aufreißt, statt sie zu heilen? Wenn eine Reise zur seelischen Genesung zum Sturz ins Bodenlose wird? In diesem Bericht schreibe ich über meine Erfahrungen mit einer stationären Traumatherapie, die – obwohl gut gemeint – bei mir mehr Schaden angerichtet hat als ich mir je erträumt hätte.

    Es geht um aufgerissene Erinnerungen, seelische Abgründe, um das Gefühl, sich selbst zu verlieren – aber auch um die Kraft, trotzdem weiterzumachen. Nicht aus Hoffnung, sondern weil einem oft gar nichts anderes übrig bleibt.

    Was folgt, ist kein Plädoyer gegen Therapie – sondern ein ehrlicher Erfahrungsbericht darüber, wie schwierig, schmerzhaft und individuell der Weg durch psychische Erkrankungen sein kann.

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  • Antidepressiva: Außer Spesen nichts gewesen

    - Person sitzt nachdenklich im Halbdunkel eines Raumes, beleuchtet von sanftem Licht durch ein kleines Fenster – Sinnbild für Depression und Hoffnung
- Untertitel: Zwischen Dunkelheit und Licht – ein Moment der Stille inmitten innerer Kämpfe
- Beschreibung: Dieses Bild zeigt eine nachdenkliche Person allein in einem abgedunkelten Raum, nur vom Licht eines kleinen Fensters sanft erleuchtet. Die Szene symbolisiert den inneren Zustand bei Depression und PTBS – von tiefer Erschöpfung bis zum zarten Schimmer der Hoffnung. Das Bild transportiert Emotionalität und Nachdenklichkeit, ohne dabei die Würde oder Menschlichkeit der dargestellten Person zu verlieren.
Wenn du magst, kann ich daraus auch ein passendes Titelbild für einen Artikel gestalten.

    Wenn man an Antidepressiva denkt, verbindet man sie oft mit Hoffnung – auf Stabilität, auf ein Stück Normalität, auf das Zurückfinden ins Leben. Doch was passiert, wenn diese Hoffnung immer wieder enttäuscht wird? Wenn Medikamente nicht helfen, sondern schaden? Wenn Therapieversuche scheitern und man trotzdem weitermacht, einfach weil man keine Wahl hat?
    In diesem Text teile ich meine Erfahrungen mit Psychopharmaka, Elektrokrampftherapie und der ständigen Suche nach Linderung einer Krankheit, die sich tief in meiner Geschichte verwurzelt hat. Es ist ein ehrlicher Bericht über Nebenwirkungen, Rückschläge und die zermürbende Realität einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung – aber auch über das, was bleibt, wenn alles andere nicht hilft: Durchhalten.

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  • Was ich mir als Kind gewünscht hätte

    Ich als Kind

    Manchmal lohnt sich der Blick zurück – nicht um alte Wunden aufzureißen, sondern um endlich zu sehen, was damals gefehlt hat. In diesem Beitrag schreibe ich über die Wünsche meines kindlichen Ichs: der Wunsch nach Sicherheit, nach Gesehenwerden, nach einem Ort, an dem ich einfach sein durfte. Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um ein stilles Anerkennen dessen, was war – und was hätte sein sollen. Vielleicht liegt gerade darin der Anfang von Heilung?

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