Kategorie: Therapie

Therapie ist kein einfacher Weg – sie ist Konfrontation, Stillstand, manchmal Hoffnung und oft auch Enttäuschung. In meinem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen mit verschiedenen Therapieformen: Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Gespräche, Traumatherapie. Über Sitzungen, die etwas in Bewegung brachten, und über jene, die mich ratlos zurückließen. Über Therapeuten, die zugehört haben – und über Begegnungen, die mehr geschadet als geholfen haben. Ich berichte ehrlich, ohne Schönreden. Therapie ist kein Allheilmittel, aber manchmal ein Halt. Und manchmal auch ein Spiegel, der zeigt, wie tief die Wunden wirklich sitzen. Für alle, die selbst in Therapie sind oder darüber nachdenken – und für jene, die wissen wollen, wie es sich wirklich anfühlen kann.

  • Aufenthalt in der Psychiatrie steht bevor

    Leerer Krankenhausflur bei Nacht – Symbolbild für bevorstehenden Aufenthalt in der Psychiatrie

    Es ist jetzt einfach soweit. Der Punkt ist erreicht, an dem ich nicht mehr anders kann. Ein Aufenthalt in der Psychiatrie steht wieder ganz kurz bevor. Die letzten Jahre und Monate waren ein einziger Kampf und jetzt ist der Moment gekommen, an dem ich diesen Schritt gehen muss. Nicht, weil ich will, sondern weil ich muss. Weil ich einfach nicht mehr kann, einfach keine Kraft mehr habe und mir selbst kaum noch trauen kann.

    Weiterlesen

    8 Kommentare

  • Placebo bei Antidepressiva: Hoffnung oder Täuschung?

    Offene Medikamentendose mit bunten Pillen davor – Symbolbild für Placeboeffekt bei Antidepressiva

    Ich habe lange gezögert, diesen Text zu schreiben. Zu oft wurde ich belächelt, abgewertet oder mit einem Achselzucken abgespeist, wenn ich über meine Erfahrungen mit Antidepressiva gesprochen habe. Dabei geht es hier nicht um eine Meinung – es geht um gelebte Realität. Um Nächte voller innerer Unruhe, Tage im Nebel und um Medikamente, die mir versprochen wurden wie ein Rettungsring, aber sich angefühlt haben wie ein Bleigürtel. Ich bin kein Wissenschaftler, Arzt oder Pharmakritiker, sondern jemand, der seit Jahren mit Depressionen lebt. In diesem Beitrag schreibe ich über den Placeboeffekt bei Antidepressiva, Nebenwirkungen und die Entzugssymptome, die bei Ärzten oft nicht ernst genommen werden.

    Weiterlesen

    Keine Kommentare

  • kPTBS – Leben mit Traumafolgen und Depression

    Fußspuren auf einsamem Feldweg im Nebel – Symbol für kPTBS - komplexe posttraumatische Belastungsstörung

    In diesem Beitrag teile ich meine persönliche Reise mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung (kPTBS) und den damit verbundenen psychischen Erkrankungen. Es geht um die Schattenseiten des Lebens, die unsichtbaren Kämpfe und die unbeschreibliche Leere, die mit einer Depression einhergeht. Oft wird psychische Erkrankung stigmatisiert, als Schwäche oder Ausrede abgetan – doch was bleibt, wenn man sich nicht mehr verstecken kann? Wie fühlt es sich an, in einer Welt zu leben, die einem fremd geworden ist und wie kann man trotz allem weiter existieren? In diesem Beitrag erzähle ich nicht von Heilung, sondern von Akzeptanz, von den Narben, die uns prägen und von dem Mut, sich den Dämonen zu stellen. Es ist kein Appell zur Hoffnung, sondern zur Wahrheit und zur Bereitschaft, sich nicht länger zu verstecken.

    Weiterlesen

    Keine Kommentare

  • Entzug von Zopiclon und Diazepam: Ein Erfahrungsbericht

    Ein Mann steht in einem Klinikzimmer und blickt aus einem Fenster während er einen Entzug von Zopiclon und Diazepam durchlebt.

    Was passiert, wenn man Hilfe sucht und stattdessen auf Unwissen, Ignoranz und Systemversagen trifft? Wenn man sich in die Hände von Fachleuten begibt, die keine Ahnung von dem haben, was man gerade durchlebt? Mein Entzug von Zopiclon und Diazepam im Bezirkskrankenhaus Kempten war kein medizinisch begleiteter Weg in die Stabilität. Es war ein Kampf gegen die Wand – gegen eine Klinik, die den Begriff „psychiatrische Versorgung“ offenbar sehr eigen definiert.

    Weiterlesen

    6 Kommentare

  • Antidepressiva – unterschätzte Risiken

    Unregelmäßiger EKG-Streifen neben Antidepressiva-Blister auf dunklem Hintergrund

    Antidepressiva gelten als Hoffnungsträger in der Behandlung psychischer Erkrankungen – und doch sind sie für viele Betroffene ein zweischneidiges Schwert. In diesem Beitrag teile ich meine ganz persönlichen Erfahrungen mit einer Vielzahl von Psychopharmaka, die ich über viele Jahre hinweg eingenommen habe. Es geht um Nebenwirkungen und um die Frage, ob Hilfe manchmal selbst zur Belastung wird.

    Weiterlesen

    2 Kommentare