Kategorie: Suizid

Suizid ist kein Tabu. Es ist Realität – schmerzhaft, endgültig und oft von außen kaum zu begreifen. In meinem Blog schreibe ich über den Verlust meines Bruders, der sich das Leben nahm. Über den Moment, der alles veränderte. Über die Sprachlosigkeit, die danach blieb, und die Fragen, die nie beantwortet werden. Ich schreibe auch über eigene Gedanken, über dunkle Stunden, in denen der Tod wie eine Erlösung schien – und über das, was mich dennoch gehalten hat. Diese Texte sind keine Anleitung, keine Verherrlichung – sie sind Ausdruck von Schmerz, Erinnerung und dem Versuch, das Unfassbare in Worte zu fassen. Für alle, die selbst kämpfen. Für alle, die jemanden verloren haben. Und für jene, die verstehen wollen, was oft im Verborgenen geschieht

  • Aufenthalt in der Psychiatrie steht bevor

    Leerer Krankenhausflur bei Nacht – Symbolbild für bevorstehenden Aufenthalt in der Psychiatrie

    Es ist jetzt einfach soweit. Der Punkt ist erreicht, an dem ich nicht mehr anders kann. Ein Aufenthalt in der Psychiatrie steht wieder ganz kurz bevor. Die letzten Jahre und Monate waren ein einziger Kampf und jetzt ist der Moment gekommen, an dem ich diesen Schritt gehen muss. Nicht, weil ich will, sondern weil ich muss. Weil ich einfach nicht mehr kann, einfach keine Kraft mehr habe und mir selbst kaum noch trauen kann.

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  • Wenn mein letzter Halt zu wanken beginnt

    Mäusje, mein über alles geliebter Kater, hat die Diagnose Lungentumor bekommen. Mit ihm steht und fällt mein letzter Halt, den ich noch habe.

    Ich kämpfe nun seit meiner Kindheit gegen die Depression und viele andere psychische Leiden. Seit 2008 ist mein Kater Mäusje noch mein letzter Halt. Er ist da, wo andere schon lange gegangen sind. Für ihn stehe ich morgens auf und er ist der Grund, warum ich überhaupt noch kämpfe. Doch vor knapp einer Woche hat Mäusje die Diagnose Lungenkrebs bekommen. Die Diagnose hat mich nun endgültig in ein tiefschwarzes Loch gerissen, von dem ich davor nur zwei Schritte entfernt war. Seit letztem Dienstag bin ich nur noch am Heulen oder ich fühle gar nichts mehr. Alles ist so surreal, ich komme mir vor wie in einem schlechten Horrorfilm.

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  • Antidepressiva – unterschätzte Risiken

    Unregelmäßiger EKG-Streifen neben Antidepressiva-Blister auf dunklem Hintergrund

    Antidepressiva gelten als Hoffnungsträger in der Behandlung psychischer Erkrankungen – und doch sind sie für viele Betroffene ein zweischneidiges Schwert. In diesem Beitrag teile ich meine ganz persönlichen Erfahrungen mit einer Vielzahl von Psychopharmaka, die ich über viele Jahre hinweg eingenommen habe. Es geht um Nebenwirkungen und um die Frage, ob Hilfe manchmal selbst zur Belastung wird.

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  • Suizid und Depression: Wenn der Mensch am Abgrund steht

    Person in dunklem Raum mit Katze auf dem Schoß, nachdenklich und still

    Dieser Text ist kein Hilferuf und auch keine Klage. Es ist das, was bleibt, wenn Worte das Einzige sind, was zwischen einem selbst und dem Abgrund steht. Ich schreibe über Erfahrungen, die nicht leicht zu greifen sind – über Depression, Suizidgedanken, familiäre Wunden und den täglichen Überlebenskampf. Es ist ein persönlicher Rückblick, ein ehrlicher Blick in meine Innenwelt, die oft dunkel ist – aber nicht ohne Bedeutung. Vielleicht findet sich jemand darin wieder. Manches lässt sich nicht sagen – aber vielleicht ein Stück weit fühlbar machen..

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  • Brief an meinen verstorbenen Bruder

    Sonnenuntergang über Hoppstädten-Weiersbach – Symbolbild für den Brief an meinen verstorbenen Bruder.

    Wenn ich noch einmal einen Brief an meinen verstorbenen Bruder schreiben könnnte, was würde ich ihm schreiben wollen? Ich bin nicht gläubig und diese Zeilen werden ihn wohl nie erreichen, aber mir brennt so vieles noch auf der Seele.

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