Kategorie: Psychische Gesundheit

  • Entzug von Zopiclon und Diazepam: Ein Erfahrungsbericht

    Ein Mann steht in einem Klinikzimmer und blickt aus einem Fenster während er einen Entzug von Zopiclon und Diazepam durchlebt.

    Was passiert, wenn man Hilfe sucht und stattdessen auf Unwissen, Ignoranz und Systemversagen trifft? Wenn man sich in die Hände von Fachleuten begibt, die keine Ahnung von dem haben, was man gerade durchlebt? Mein Entzug von Zopiclon und Diazepam im Bezirkskrankenhaus Kempten war kein medizinisch begleiteter Weg in die Stabilität. Es war ein Kampf gegen die Wand – gegen eine Klinik, die den Begriff „psychiatrische Versorgung“ offenbar sehr eigen definiert.

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  • Zurück ins Leben ohne Zwang – ein Versuch

    Mann mittleren Alters geht allein auf einem Waldweg bei Sonnenlicht – Symbol für Selbstfindung und Rückkehr zur Bewegung ohne Zwang.

    Das hier ist kein Text, den ich geplant habe. Er ist einfach entstanden, weil ich gemert habe, dass ich mich wieder völlig verliere. Dass ich funktioniere, aber nicht mehr lebe. Und dass ich das nicht mehr will. Es geht nicht um große Ziele. Es geht um kleine Schritte. Um das Wiederfinden von etwas, das mal da war. Vielleicht kommt es nicht genauso zurück. Aber vielleicht anders. Und vielleicht ganz ohne Zwang.

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  • Misophonie: Wenn Geräusche zur Qual werden

    Mann mit Misophonie und schmerzverzerrtem Gesicht hält sich die Ohren zu auf einem Parkplatz, im Hintergrund Häuser und geparkte Autos

    Ich leide an Misophonie. Und das ist nicht einfach nur ein bisschen genervt sein von nervigen Geräuschen – das ist ein Zustand, der mich teilweise völlig in den Wahnsinn treibt. Besonders in Menschenmengen, wenn viele Geräusche gleichzeitig auf mich einprasseln, fühle ich mich komplett überfordert. Es ist, als würde mein Nervensystem in Flammen stehen.

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  • Trauma ist kein Trend – meine Sicht auf Social Media

    Wie Social Media den Blick auf psychische Erkrankungen verändert. Trauma ist kein Trend.

    Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diesen Beitrag schreiben soll. Nicht, weil ich nichts zu sagen hätte, sondern weil es ein sehr sensibles Thema ist. Aber ich finde, dass gerade, wenn es um Social Media geht, einiges gesagt werden muss. Nicht um zu spalten oder abzuwerten, sondern um Verständnis für psychische Erkrankungen zu schaffen. In sozialen Medien wird viel über psychische Gesundheit gesprochen – oft gut gemeint, manchmal oberflächlich. Besonders der Begriff „Trauma“ taucht immer häufiger auf, doch nicht immer mit dem nötigen Verständnis. Als jemand, der seit Jahrzehnten mit einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung lebt, möchte ich meine Sicht auf diese Entwicklung teilen. Dieser Beitrag ist kein Angriff, sondern ein Versuch, Klarheit zu schaffen: Trauma ist kein Trend!

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  • Wieder auf dem Weg – ein kleiner Sieg über die innere Schwere

    Ein Wanderer im Wald auf der Nohener-Nahe-Schleife

    Manchmal braucht es nur einen kurzen Moment der Überwindung, um etwas in Bewegung zu bringen – im wahrsten Sinne des Wortes. Nach einer langen Phase der Antriebslosigkeit und inneren Unruhe habe ich es heute endlich geschafft, meine Wanderschuhe zu schnüren und loszugehen. Es war keine spektakuläre Tour, kein sportlicher Rekord – aber für mich ein ganz persönlicher Meilenstein. In diesem Beitrag nehme ich euch mit auf meine Wanderung durch die wunderschöne Natur rund um den Eborner Berg und die Traumschleife Nohener-Nahe-Schleife. Ich erzähle, warum dieser Tag für mich weit mehr war als nur ein Ausflug ins Grüne. Vielleicht erkennt sich der ein oder andere ja wieder – in der Sehnsucht nach Ruhe, im inneren Ringen mit sich selbst oder in der stillen Freude über kleine, aber bedeutende Erfolge.

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