Kategorie: Persönliche Geschichten

  • Brief an meinen verstorbenen Seelenkater Mäusje

    Mäusje beim Schlafen

    Dieser Brief ist einer der schwersten Texte, die ich je geschrieben habe. Er kommt direkt aus meinem Herzen, aus einer Wunde, die wohl nie wieder richtig heilen wird. Ich schreibe ihn für meinen Kater, meinen Schatten, meinen täglichen Begleiter, der siebzehn Jahre lang an meiner Seite war und ohne den mein Leben seit seinem Tod nicht mehr dasselbe ist. Ich teile diesen Brief hier, weil er ein Teil von mir ist. Weil er zeigt, wie sehr ein kleines Wesen ein ganzes Leben prägen kann. Und weil all das, was ich fühle, zu ihm gehört – zu unserer gemeinsamen Zeit, zu dem, was bleibt, wenn jemand fehlt, der immer da war, wo andere schon lange gegangen sind.

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  • 11 Wochen Psychiatrie, Trauer und eine Vagusnervstimulator-OP

    Außenansicht einer modernen Klinik in Deutschland mit mehreren Etagen, Balkonen und gepflegtem Vorplatz, umgeben von grüner Hügellandschaft.

    In den letzten Monaten war es still um mich – auf meinem Blog und auch im persönlichen Austausch. Diese Stille hatte ihre Gründe. Ich habe eine intensive Zeit hinter mir, geprägt von einem elfwöchigen Aufenthalt in der Psychiatrie, einer längeren Operation und einem emotionalen Abschied von meinem geliebten Seelenkater Mäusje. Was ich in dieser Zeit erlebt habe, wie es mir dabei und danach ergangen ist und warum ich mich nun erst einmal von allem erholen muss, möchte ich in diesem Beitrag mit euch teilen.

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  • Unfassbar geliebt, unendlich vermisst – mit dir ging ein Teil von mir

    Mäusje mit verträumtem Blick vor einer Regenbogenbrücke, die ins Paradies der Tiere führt

    Letzten Freitag, 10.10.2025, um kurz nach 19:00 Uhr, hat mich mein Ein und Alles, meine größte Liebe in meinem Leben, für immer verlassen – Mäusje ist über die Regenbogenbrücke gegangen. Mit ihm ist auch ein ganz großer Teil von mir gegangen. Niemand, der nicht selbst ein Tier so abgöttisch geliebt hat wie ich, weiß, was es bedeutet, wenn der letzte Halt im Leben für immer geht. Er war für mich nicht einfach ein Kater, er war für mich mein Ein und Alles, mein Seelentier, mein Baby, mein Kind, mein Leben. Als er ging, zerriss es mein Herz in Millionen Stücke.

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  • Wenn mein letzter Halt zu wanken beginnt

    Mäusje, mein über alles geliebter Kater, hat die Diagnose Lungentumor bekommen. Mit ihm steht und fällt mein letzter Halt, den ich noch habe.

    Ich kämpfe nun seit meiner Kindheit gegen die Depression und viele andere psychische Leiden. Seit 2008 ist mein Kater Mäusje noch mein letzter Halt. Er ist da, wo andere schon lange gegangen sind. Für ihn stehe ich morgens auf und er ist der Grund, warum ich überhaupt noch kämpfe. Doch vor knapp einer Woche hat Mäusje die Diagnose Lungenkrebs bekommen. Die Diagnose hat mich nun endgültig in ein tiefschwarzes Loch gerissen, von dem ich davor nur zwei Schritte entfernt war. Seit letztem Dienstag bin ich nur noch am Heulen oder ich fühle gar nichts mehr. Alles ist so surreal, ich komme mir vor wie in einem schlechten Horrorfilm.

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  • Was bleibt: Mein Porträt in der Rhein-Zeitung und die Folgen

    Zeitungsartikel über Patrick Schindler in der Rhein-Zeitung mit dem Titel „Weil der Vater ein Schläger war“, Porträt eines Mannes mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung und schwerer Depression

    Manche Texte begleiten einen länger, als man denkt. Sie tauchen nicht nur in Erinnerungen auf, sondern auch in Gesprächen, Kommentaren, Begegnungen. Der Artikel, der im Juli 2020 in der Rhein-Zeitung über mich erschien, war genau so ein Text. Er trug einen Titel, der nicht beschönigte: „Weil der Vater ein Schläger war“. Für viele war das ein Schock. Für mich war es ein Spiegel. In diesem Beitrag blicke ich zurück – nicht nur auf den Artikel selbst, sondern auf das, was er ausgelöst hat. Auf die Reaktionen, die Fragen, die Sichtbarkeit. Und auf das, was sich seitdem verändert hat. Denn Geschichten enden nicht mit einer Veröffentlichung. Sie entwickeln sich weiter. Und manchmal beginnt das eigentliche Erzählen erst danach.

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