
Mein Erzeuger ist Gott sei Dank im Jahr 2010 ganz alleine und einsam verstorben, so, wie er es verdient hat. Doch ich hätte ihm noch so viel zu sagen, was ich ihm zu Lebzeiten nicht sagen konnte. Ein Wutbrief an meinen Erzeuger.
WeiterlesenDepression und Traumafolgestörungen sind keine Phasen – sie sind Zustände, die das Leben tiefgreifend verändern. In meinem Blog schreibe ich über das Leben mit einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), entstanden durch eine Kindheit voller Gewalt, Verlust und seelischer Verwundung. Ich berichte über die lähmende Schwere der Depression, die Leere, die sich ausbreitet, wenn nichts mehr Sinn ergibt, und die täglichen Herausforderungen, die kaum jemand sieht. Traumafolgestörungen zeigen sich nicht nur in Flashbacks oder Angstzuständen – sie wirken in Beziehungen, im Körper, im Denken. Ich schreibe als Betroffener für Betroffene. Für Menschen, die sich in der Dunkelheit wiedererkennen und nach Worten suchen, die ihre Erfahrungen greifbar machen. Mein Ziel ist es, ehrlich zu sein – auch dort, wo es weh tut. Denn nur wer hinsieht, kann verstehen. Und nur wer versteht, kann helfen.

Mein Erzeuger ist Gott sei Dank im Jahr 2010 ganz alleine und einsam verstorben, so, wie er es verdient hat. Doch ich hätte ihm noch so viel zu sagen, was ich ihm zu Lebzeiten nicht sagen konnte. Ein Wutbrief an meinen Erzeuger.
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Ich war vom 3. September 2013 bis 29. Oktober 2013 (8 Wochen) und vom 5. August bis 4. September 2014 (4 Wochen) in der Panorama Klinik in Scheidegg im Allgäu. In diesem Bericht möchte ich von meinen ganz persönlichen Erfahrungen in dieser Klinik berichten.
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Im Jahr 2012 wurde ich mit einer Akut-Einweisung in einer Psychosomatischen Klinik stationär aufgenommen. Am 19. Juni 2012 war mein erster Tag in der Hochgrat Klinik in Wolfsried. Als ich dort morgens ankam und die anderen Mitpatienten beobachtete, die schon länger dort waren, wäre ich am Liebsten wieder gleich nach Hause gefahren.
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In mir drin ist es kalt, sehr kalt. So kalt wie im tiefsten sibirischen Winter. Meine Seele und mein Körper scheinen komplett eingefroren. Keine Gefühle – nichts, nur Totenstille und diese vielen schlechten Gedanken. Alles Symptome einer schweren Depression, die mich schon seit ich denken kann begleitet.
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Mein ganzes Leben besteht aus Selbsthass und Selbstzerstörung – alles aufgrund einer Kindheit, die von Gewalt, Missbrauch und der ständigen Angst geprägt war, den nächsten Tag nicht mehr lebendig zu erleben.
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